Kastration

Ich bin sechs Jahre lang sehr problemlos durch mein Leben gelaufen. Ich bin war nicht übermässig an Hündinnen interessiert, ich mochte nicht alle Rüden, war aber auch nicht sonderlich aggressiv. An ca. vier Wochen im Jahr war ich hinter äusserst interessanten Hündinen her, war unkonzentriert und meine Nase klebte am Boden. Damit konnte Herrchen, Frauchen und ich sehr gut leben.

Das hat sich dieses Jahr radikal geändert. Ab mitte Januar war die Arbeit mit mir unmöglich. Draussen habe ich spannende Fährten zu Hündinnen verfolgt, meine Nase klebte ausschliesslich am Boden. Drinnen habe ich zwischen komplett erschöpft und winselnd, hyperaktiv gewechselt. Richtig schlafen konnte ich nicht mehr, es hätte ja jeder Zeit nach draussen gehen können. Und aufs Fressen konnte ich mich auch nicht wirklich konzentrieren. So viel Stress konnte nicht gesund sein.

Bis auf zwei wirklich gute Wochen, hatte sich die Situation bis im April nicht wirklich gebessert. Herrchen und Frauchen haben ein paar Wochen hin und her überlegt und sich dann entschieden mich kastrieren zu lassen.

Letzten Mittwoch war es nun soweit. Beim Tierarzt unseres Vertrauens wurde ich kastriert. Da ich schon eine Vollnarkose bekommen habe wurde gleichzeitig eine Warze auf meiner Nase entfernt und meine Zähne wurden gründlich gereinigt.
Kurz vor 12:00 Uhr durfte Frauchen mich bereits wieder abholen. Äusserst dusselig und benebelt bin ich hinter Frauchen her getorkelt. Sie und Herrchen waren überglücklich, dass alles gut gegangen ist.

Bis am Donnerstag-Abend habe ich mich im grossen Ganzen von der Narkose erholt, meine Wunden haben aber noch etwas geschmerzt.

Heute, neuen Tage nach der Operation, bin ich top fit und habe schon seit einer Woche keine Schmerzen mehr. Endlich kann ich wieder tief und fest Schlafen, habe dauernd hunger und Frauchen ist draussen wieder interessant. Ich bin entspannt und geniesse mein Leben. Als letztes werden morgen die Fäden gezogen.

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